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Andre "The Giant"
Steckbrief:
Bürgerlicher Name: Andre Rene Rousimouff
Größe: 226 cm
Gewicht: 238 kg
Geburtstag: 19. Mai 1946
Todestag: 27. Januar 1993
Geburtsort: Grenoble, Frankreich
bisherige Gimmiks: Andre "The Butcher" Rousimoff, "Monster" Rousimoff, Jean Ferre, Andre "The Giant", Giant Machine
Finishing Move: Elbow Drop
Titel: WWF Tag Team Champion (mit Haku)
Biografie:
Es gab in der Geschichte des Wrestling immer wieder Wrestler, die ihre Fans mit einer schier unglaublichen Körpergröße beeindruckten. In den 90er Jahren z.B. gab es einen gewissen Giant Gonzales der für kurze Zeit für eine Fehde gegen den Undertaker in der WWF auftauchte. Und auch heute gibt es wieder einen Riesen in der WWE: The Great Khali. Diese beiden und noch einige mehr erreichten locker die Marke von 220 cm. Doch die enorme Popularität eines Andre "The Giant" erreichte niemand von ihnen noch einmal. Nicht umsonst wurde Andre immer als das 8. Weltwunder bezeichnet.

Geboren wurde Andre unter dem bürgerlichen Namen Andre Rene Rousimoff am 19. Mai 1946 im französischen Grenoble. Schon früh wurde bei ihm als Kind festgestellt das er an einer Krankheit leidet die ihn unnormal stark wachsen ließ. Schnell wurde Andre klar das er wohl kaum seinen 50. Geburtstag würde feiern können. Dazu kam das sein enorm schnelles Wachstum mit ständigen Schmerzen begleitet war. Seine sportliche Karriere startete Andre Rousimoff aber nicht mit dem Wrestling, sondern mit Rugby und American Football. Anfang der 60er Jahre startete er dann seine Laufbahn im Pro Wrestling und sah damals Giant Baba sehr ähnlich. Einer seiner ersten Ringnamen lautete Andre "The Butcher" Rousimoff. Schnell verließ er mit dem Wrestlingzirkus seine französische Heimat und trat unter anderem in England und Deutschland auf.

Zu dieser Zeit wurden dann auch Wrestling Promoter aus Nordamerika auf Andre aufmerksam und der frühere NWA Champion Eduardo Carpentier holte ihn ins kanadische Montreal. Für Andre gar keine schlechte Sache, so wird im Franko Kanadischen Montreal Andres Muttersprache französisch gesprochen. Neben seiner Zeit in Kanada war Rousimoff auch im dritten äußerst wichtigen Wrestlingmarkt vertreten: Japan. Dort wurde aus "The Butcher" schlicht "Monster" Rousimoff. Wrestling Legende und WWE Hall of Fame Mitglied Verne Gagne wollte zu dieser Zeit aus Andre einen Boxer machen. Er erhoffte sich ein großes Geschäft davon wenn der weiße Andre ins von schwarzen Boxern dominierende Schwergewicht einsteigen würde. Diese Pläne wurden aber nie umgesetzt.

Er blieb stattdessen dem Wrestling treu und erreichte in den 70er Jahren eine größere Popularität als Bruno Samartino. Jeder Promoter wollte Andre engagieren, versprach ein Kampf mit Andre auf der Card doch immer ein volles Haus. Er verdiente zu dieser Zeit sehr sehr viel Geld das er auch mit beiden Händen wieder ausgab. Immer öfter war er mit einer edlen Zigarre im Mund zu sehen und an seiner Seite waren jede Menge schöner Frauen. Da Andre wußte das er einen viel früheren Todeszeitpunkt haben würde wie die meisten anderen gesunden Menschen wollte er alles schöne dieser Welt so schnell wie möglich erleben.

Als Andre dann in Kanada zum Face (Guter) gedreht wurde hatten die gefährlich klingenden Namen wie "Butcher" und "Monster" ausgedient und er nannte sich von nun an Jean Ferre. 3 Jahre lang trat er als Face an ehe dieses Gimmik begann sich abzunutzen. Da meldete sich Vince Mc Mahon senior, der Vater vom heutigen WWE Chef Vince Mc Mahon junior, bei Andre und holte ihn in die damalige WWWF. Hier bekam er auch seinen Namen der ihn in der ganzen Welt berühmt machte: Andre "The Giant". Seinen allerersten Kampf für die WWWF bestritt Andre im legendären New Yorker Madison Square Garden. Im Juni 1976 dann bestritt er einen gemischten Kampf gegen den Boxer Chuck Wepper und gewann. Dieser Kampf fand im Vorprogramm eines Kampfes zwischen der japanischen Wrestling Legende Antonio Inoki und der Boxlegende Muhammed Alli statt.

Ende der 70er Jahre begann seine große Fehde gegen Hulk Hogan, den er in den Anfangsjahren fast ausschließlich besiegte. Privat verband Hogan und Andre bis zu dessen Tod eine innige Freundschaft. So war es auch Andre der seinen Freund Hogan quasi über Nacht zum Star machte als Hulk Hogan es als erster schaffte bei einem Kampf der im Fernsehen übertragen wurde einen Bodyslam gegen Andre "The Giant" zu zeigen. Den ersten Höhepunkt dieser Fehde gab es als Andre Hulk Hogan im New Yorker SHEA Stadium vor 35000 Zuschauern besiegte. Neben seiner Fehde gegen Hogan wurde Andre in den 70er Jahren vor allem durch Battle Royal Matches berühmt. Er galt als Meister dieser Matchart und machte die Battle Royal als Matchart populär.

Erneut machte Andre auch einen Abstecher nach Deutschland und trat bei der CWA zweimal gegen "Big" Otto Wanz an. Siege konnte er allerdings keine gegen "Big Otto" verbuchen. Auch gegen Jerry "The King" Lawler mußte Andre in Memphis mehrere Niederlagen einstecken. Am 29. März 1987 sollte dann zweifelos Andres absoluter Karrierehöhepunkt stattfinden. Bei Wrestlemania 3 stieg er vor offiziel über 90000 Zuschauern (in Wahrheit waren es "nur" weit über 70000) gegen Hulk Hogan in den Ring. War Hogans Bodyslam Anfang der 80er Jahre noch nicht so bekannt, so wurde der Bodyslam den Hogan Andre bei Wrestlemania 3 verpasste weltberühmt. Am Ende war es auch Hulk Hogan der seinen WWF Titel gegen Andre "The Giant" verteidigte.

In einer Matchserie Ende der 80er Jahre gegen den Ultimate Warrior mußte Andre bittere Niederlagen binnen weniger Minuten einstecken. Seine Krankheit zeichnete Andre immer mehr und er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Ein baldiges Karriere Ende des Riesen war mehr als offensichtlich. Vince Mc Mahon dankte Andre nocheinmal für seine Verdienste um die WWF und gab ihm gemeinsam mit Haku für einige Zeit die WWF Tag Team Gürtel. Seinen allerletzten Wrestlingkampf hatte Andre in einem Teamkampf an der Seite Giant Babas bei All Japan. Am 11. Januar 1993 kehrte er in seine französische Heimat zurück, weil sein Vater im sterben lag. Nur 4 Tage nach dem Tod seines Vaters verstarb auch Andre selbst am 19. Mai 1993 sanft im Schlaf.
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